ILEK LIPPE-ISSEL

 

letzte Änderung

15.08.2006

 

 

 

 

 

Projektbetreuung durch :

An der Klosterkirche 16
46499 Marienthal

Elmer- Polaschegg- Fengels-Santucci
Telefon: 02856/909848
Mobil: 0177/7529243

E-Mail




Land- und Forstwirtschaft, Natur und Landschaft

Die Landwirtschaft im ILE-Gebiet ist sehr stark von der Veredelungswirtschaft geprägt, im Gegensatz zum angrenzenden Münsterland jedoch vorrangig in den Bereichen Milchviehhaltung und Rindermast. Die ackerbauliche Struktur der Region hat damit einen deutlichen Schwerpunkt auf dem Gebiet der Rauhfuttergewinnung. Der Silomaisanbau und die Grünlandwirtschaft stehen dabei gegenüber dem Getreideanbau gefolgt von Kartoffel, Zuckerrübe und Spargel prägend im Vordergrund. Dennoch kann die Region ein nahezu vollständiges Sortiment landwirtschaftlicher Erzeugnisse vorweisen, das in Bezug auf angestrebte Regionalvermarktungsstrategien ausbaufähige Potenziale mit sich bringt. Dabei ist die Stärke der Landwirtschaft aufgrund geringer Bodengüte weniger im Bereich großflächiger Nutzung mit hohen Produktionsniveaus zu sehen.

Das augenscheinlichste Potenzial der Landwirtschaft ist sehr eng verbunden mit der Landschaftsstruktur und der naturräumlichen Gliederung der gesamten Region: Geringe ackerbauliche Ertragspotenziale haben die Bildung großer landwirtschaftlicher Betriebe mit hoher Flächenausstattung und großen Schlaggrößen verhindert. So ist bis heute eine recht klein parzellierte und abwechslungsreiche Kulturlandschaft erhalten geblieben, in der Hofstellen, Ackerland, Grünland, Streuobstwiesen, Feldgehölze und Wald einander mosaikartig ablösen. Zusätzlich aufgewertet wird das Bild durch den im bundesdeutschen Vergleich sehr hohen Waldanteil von 50 % in weiten Teilen des Gebietes, vornehmlich im Umfeld der Ortschaften Brünen, Raesfeld, Schermbeck und Hünxe. Weseler und Dämmerwald haben die mittelalterlichen Rodungsphasen nahezu unbeschadet überstanden und beherbergen eine überdurchschnittliche Anzahl naturnaher Waldgesellschaften.

Ohnehin kann sich die Region gerade auch wegen der bodenbedingt extensiven Wirtschaftsweise der Land- und auch Forstwirtschaft mit einer hohen Anzahl von gefährdeten Biotopen und Sonderstandorten brüsten, was sich in der Zahl ausgewiesener Landschafts- und Naturschutzgebieten widerspiegelt. Mit den drei größeren Fließgewässern Lippe, Issel und Winzelbach, sowie einer Fülle kleinerer, aber ökologisch höchst wertvoller Bäche kann die Region mit einem weiteren strukturellen Segment aufwarten, dass durchaus als Alleinstellungsmerkmal zu sehen ist. Daraus wird klar, dass Land- und Forstwirtschaft sehr eng mit der Wahrnehmung und den Potenzialen des Naturraumes hinsichtlich des Naturerlebnisses in Verbindung stehen.

Alle genannten charakterbildenden Aspekte, die der Region in ihrer Gesamtheit einen hohen Grad an Unverwechselbarkeit verleihen, haben letztlich ihren Ursprung in einer weiteren Besonderheit des Naturraumes, der Geologie. Die Naturräumliche Einheit, die alle 4 ILEK-Kommunen unter sich vereint, sind die so genannten "Niederrheinischen Sandplatten". Auf der Suche nach einem Element, dass die Ortschaften miteinander verbindet, stellt diese Tatsache neben der Lage an Lippe und Issel einen weiteren Ansatzpunkt dar, um der Region einen Namen zu geben.

Bereits jetzt liegen chancenreiche Ansatzpunkte für die Einbindung einer nachhaltige Land- und Forstwirtschaft in den ILEK-Prozess zur Stärkung der Regionalwirtschaft auf der Hand:
Wie in nur wenigen der umgebenden Regionen bieten sich aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten insbesondere der Landwirtschaft reichhaltige Möglichkeiten zur Diversifizierung in den Bereichen Ökologie, Naturerlebnis, Naherholung und Tourismus. Die notwendigen Grundvoraussetzungen für einen lange überfälligen Imagewechsel der Landwirtschaft, der sich regionalwirtschaftlich positiv nicht nur auf den vor- und nachgelagerten Bereich auswirkt, müssen genutzt werden.

 

 

Die aktuellen Projekte finden Sie hier:

 

Ergebnisse der 3. Arbeitskreissitzung vom 21.06.2006, 19:30 - 21:30 Uhr

Ergebnisse der 2. Arbeitskreissitzung vom 26.04.2006, 19:30 - 22:30 Uhr

Ergebnisse der 1. Arbeitskreissitzung vom 22.03.2006, 19:30 - 22:30 Uhr
im Begegnungszentrum in Hünxe

 

 

 

Das nächste Arbeitskreistreffen findet nach Absprache statt!